Organisation und Struktur 

Die Ausgabe sämtlicher Werke von Christoph Willibald Gluck (1714–1787) wurde 1943 von Rudolf Gerber und Karl Vötterle begründet. In ihrem Anspruch, Wissenschaft und Praxis zu verbinden, wurde sie richtungsweisend für die weiteren nach dem 2. Weltkrieg ins Leben gerufenen Musikergesamtausgaben (z. B. Neue Bach-Ausgabe ab 1950, Neue Mozart-Ausgabe ab 1955). Nach dem Tod Gerbers im Jahr 1957 wurde die Gluck-Gesamtausgabe von Friedrich-Heinrich Neumann übernommen, 1959 von Gerhard Croll, der sie 1966 am Institut für Musikwissenschaft in Salzburg ansiedelte. 1977 wurde die Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz) Träger der GGA, und sie wurde in die von der Konferenz der Mainzer Akademie koordinierten musikwissenschaftlichen Editionsvorhaben (zusammen mit den Gesamtausgaben Bach, Haydn, Mozart, Schubert u. a.) eingegliedert. Zeitgleich wurde eine weitere Arbeitsstelle unter der Leitung von Christoph-Hellmut Mahling in Mainz eingerichtet.