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Mit der Gründung des Salzburger Instituts für Musikwissenschaft im Jahr 1966 wurde zugleich die österreichische Forschungsstelle der Gluck-Gesamtausgabe von Gerhard Croll eingerichtet. Die Gluck-Gesamtausgabe, 1943 von Rudolf Gerber begründet, hat es sich zur Aufgabe gemacht, sämtliche Werke des Komponisten Christoph Willibald Gluck in einer historisch-kritischen und praxisbezogenen Edition herauszugeben. Die von den Mitarbeitern der Salzburger Forschungsstelle edierten Bände entstehen in Kooperation mit der an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz angesiedelten Arbeitsstelle der Gluck-Gesamtausgabe.

Neben den editorischen Aufgaben führt die Forschungsstelle wissenschaftliche Projekte durch, die der Erforschung von Leben und Werk des Komponisten im kulturellen und geistesgeschichtlichen Kontexts des 18. Jahrhunderts dienen. Die Forschungsstelle verfügt über eine umfangreiche Quellensammlung sowie über eine Spezialbibliothek zu Gluck und zum Musiktheater des 18. Jahrhunderts.

Im Juli 2009 übergab Prof. Dr. Gerhard Croll die ehrenamtliche Leitung der Forschungsstelle, der er durch externe Mitarbeit weiterhin verbunden bleibt, an Prof. Dr. Sibylle Dahms

Den 2010 beschlossenen Sparmaßnahmen seitens der Österreichischen Bundesregierung, die den Fortbestand der Forschungsstelle massiv bedrohten, konnte dank diverser Interventionen, umsichtiger Unterstützung von privater und öffentlicher Seite sowie durch das Entgegenkommen des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung eine erneute und längerfristige Finanzierung und somit der Fortbestand der Einrichtung gesichert werden. Anfangs dieses Jahres wurde eine Vereinbarung getroffen, auf deren Basis die Forschungsstelle fortan der Paris-Lodron-Universität Salzburg angegliedert ist.